Fhómhair

Obwohl Irland so typisch bekannt dafür ist, dass es ständig regnet, habe ich es in den letzten knapp 3 Wochen bisher nur einmal erlebt (toi toi toi, ich will auf meinem Fahrrad nicht nass werden). Okay, wolkig, bedeckt und windig ist es relativ häufig, aber oft zeigt sich Dublin von seiner schönsten spätsommerlichen Seite.

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Wenn die herbstliche Sonne die Stadt, die Liffey und die bunten Blätter in ein wunderschönes Gold taucht…

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…dann wird einem die Schönheit des Fhómhair (Herbst) erst richtig bewusst.

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Rinn na Mara

Den Samstag haben wir mittlerweile zu unserem Tag am Meer auserkoren. Heute ging es in die Nähe von Dún Laoghaire, wo wir schon waren, nämlich zum “Seapoint" (Rinn na Mara), über den man in allen Reiseführern nachlesen kann. Weil wir im Bus grundsätzlich immer hundemüde werden und die Haltestellen nur sehr leise angesagt werden, haben wir glatt unseren Ausstieg verpasst und sind erst im schönen Dún Laoghaire ausgestiegen. Da wir den Weg zum Seapoint von da aus zu Fuß zurücklegen wollten, haben wir vorher bei "Nando’s" noch zu Mittag gegessen…mmmmmh :)

Chicken Butterfly with Spicy Chips and Garlic Bread <3

Danach sind wir dann am Meer entlang zum Seapoint gelaufen, einem alten Martello Tower mit einem kleinen Strand - was ich mir allerdings etwas spektakulärer vorgestellt hätte. Aber es war trotzdem schön!

Bei dieser Aussicht und auf einer Bank (fast wie in Neuseeland am Orewa Beach) haben wir heute außerdem auch etwas längere Trips geplant, die wahrscheinlich auch weiter weg gehen :) Ich bin gespannt!

Unter dem Foto mit unseren Füßen im Wasser letzte Woche, habe ich noch rumgejammert, dass das Wasser so kalt sei. Wir konnten es kaum glauben, aber heute waren tatsächlich mehrere Menschen für einen längeren Zeitraum und ohne vorher in der Sauna gewesen zu sein im Meer :D Und das trotz Jellyfish-Warnung. Ganz Hartgesonnene!

Da wir so viel gelaufen waren, wollten wir nicht dahin zurück, wo wir ausgestiegen waren - also haben wir uns auf eine langwierige Suche nach der nächsten Bushaltestelle gemacht und dann mal wieder eine knappe halbe Stunde auf den Bus gewartet. Gehört mittlerweile doch fest dazu! :D

Coláiste Uí Ghríofa

Für alle die denken, ich mache hier nur Urlaub:

Mittlerweile liegt schon die erste Woche am Griffith College hinter mir! Nach zwei Einführungstagen letzte Woche haben diese Woche die Lectures begonnen. Während die “normalen” Studenten einen Stundenplan vorgesetzt bekommen haben, dürfen wir Exchange Students aus allen Kursen und Fakultäten wählen und innerhalb der ersten zwei Wochen auch überall hineinschnuppern, ohne uns fest zu registrieren.

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Da ich mich an mein Learning Agreement von der Karlshochschule halten muss, hatte ich leider nicht so viele Freiheiten, doch ich habe gemerkt, dass ich es ändern muss, da viele Kurse den gleichen Inhalt hatten oder ich genau das in Deutschland schon zu genüge behandelt habe. So sieht mein Stundenplan mittlerweile so aus - und bleibt hoffentlich auch so:

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Ist doch ziemlich zufriedenstellend :)

Die Lectures sind auch eine Erfahrung wert, mal im etwas größeren Rahmen, aber auch kleinere Kurse mit weniger Leuten. Leider sind es sooo viele Exchange Students und irgendwie kaum Iren, aber wenn man sucht, findet man bekanntlich auch :)

Ansonsten ist die Uni - im Vergleich zu Karlshochschule - relativ groß. Ich glaube ungefähr 7000 Studenten und es gibt auch eine Cafeteria “Arthur’s Restaurant” - MIT integriertem Starbucks :o

Ich bin gespannt auf die Tutorials, die in Woche 3 starten (im Stundenplan mit (T) gekennzeichnet) und die hier Pflicht sind. Pflicht ist auch die Anwesenheit, zumindest 85%.

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Noch ein paar Eindrücke :)

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Ich bin gespannt was das Griffith College (Coláiste Uí Ghríofa), Dublin und ich so zusammen erleben werden!

Port Mearnóg

Nach unserem letzten Ausflug ans Meer (Dún Laoghaire) stand heute Portmarnock auf dem Programm. Obwohl der Bus, der uns auf direktem Wege an diesen Strand bringen sollte, eigentlich alle 10 Minuten kommt, haben wir letztendlich 35 Minuten gewartet. Wenn wir einer Touri-Angewohnheit treu bleiben, dann ist es der, im Doppeldeckerbus oben in der ersten Reihe zu sitzen. Quer durch die City, vorbei am Flughafen und dem Malahide Castle, sind wir ca. eine Stunde gefahren.

In Portmarnock hat uns dann der wunderschöne ca. vier Kilometer lange “Velvet Strand" erwartet und pünktlich zu unserer Ankunft ist sogar die dichte Wolkendecke aufgebrochen.

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Ich liebe einfach das Meer. Allein der Geruch und das Geräusch…und natürlich der Anblick lässt einen alles um sich herum vergessen und man kann einfach nur geniesen.

Und damit wir nicht nur sagen, wir waren am Meer, sondern auch sagen können: Wir waren im Meer! Hier der Beweis…für alle Auslandsstudenten in heißen Ländern mag das nicht beeindruckend sein, aber hier ist das Wasser ein bisschen kalt :)

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Den Weg zurück haben wir dann nicht wie jeder normale Mensch über den normalen Weg angetreten, sondern dachten irgendwie, über die Dünen kommen wir auch zur Straße. Stimmt theoretisch, doch vorher mussten wir noch schier einen Golfplatz überqueren. Sehr abenteuerlich! Nach wieder einer knappen Stunde Wartezeit auf den Bus (jaa, Busfahren ist hier sehr anstrengend) hat uns in Dublin dieser tolle Anblick erwartet:

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Go hálainn: Temple Bar und Fish’n’Chips

Den Freitag Abend haben wir mit traditionellem Fish&Chips in einem kleinen, hektischen, aber süßen Restaurant in Temple Bar begonnen.

Es war sehr lecker - fast so wie in Neuseeland, nur dass wir den Fisch im Restaurant nicht (wie in Neuseeland) mit den Fingern aus Zeitungspapier essen konnten :)

Go hálainn - Lovely!

Faiche Stiabhna

Faiche Stiabhna - das ist wieder einmal “nur” der irische Name von St. Stephen’s Green, ein Park mitten in Dublin, in dem ich heute bei wunderschönem Wetter etwas Zeit verbracht habe :)

Fáilte!

Nachdem ich letzte Woche noch ein paar Wohnungsbesichtigungen hatte, und auch erfolgreich war, bin ich gestern in meine neue Wohnung bzw. mein neues Zimmer eingezogen und habe es mir dort so gut es geht gemütlich gemacht.

Sehr klein aber fein! Ich wohne hier in einem Haus in Drimnagh (ca. 4km von Temple Bar entfernt) - zusammen mit zwei männlichen und einer weiblichen Mitbewohnerin, allesamt aus Venezuela, aber sehr nett und herzlich. Momentan ist noch die Familie des einen zu Besuch, die nur Spanisch spricht…also mein Spanisch wird auch noch aufgebessert, haha :D

Fáilte - Willkommen!

Die Entfernungen zur Innenstadt und zu meiner Uni sind problemlos in ein paar Minuten mit dem Fahrrrad zu fahren oder zur Not aus mit einer direkten Busverbindung.

Dún Laoghaire

Auch heute hat uns in Dublin wieder ein wunderschöner, wolkenloser Tag erwartet, der genutzt werden musste! 

Nach einem Cinnamon Bagel Frühstück haben wir uns in den Doppeldecker Bus 46A nach Dún Laoghaire gesetzt und sind eine gefühlte Ewigkeit durch Dublins Innenstadt und Vorstädte gefahren (oben, in der ersten Reihe versteht sich!). Unser Ziel - wir wollten ans Meer! Vorgestellt hatten wir uns einen kleinen Hafen mit ein paar Segelbooten, doch wir wurden völlig überrascht und überwältigt von der Schönheit des Meeres in Dún Laoghaire (ausgesprochen: Dun Liery).

Überzeugt euch selbst:

Hier waren wir sicher nicht zum letzten Mal!

Dublisa

Erst Duibhlinn, dann Dublisa - scheint als wäre ich nicht in der Lage einfach nur Dublin zu schreiben! Für jeden der sich darunter noch gar nichts vorstellen kann: meine Freundin Lisa (kennengelernt während meines ersten Auslandsaufenthaltes in Neuseeland) hat kurz nach meiner Zusage für das Griffith College (und unabhängig davon) eine Zusage für ein Praktikum hier in Dublin bekommen. So wie das Schicksal es eben will, verbringen wir auch unseren zweiten Auslandsaufenthalt zusammen - in Dublin :) Wenn ihr also in künftigen Beiträgen von Lisa lest, wisst ihr wer gemeint ist.

Ansonsten habe ich mir heute billig ein altes Fahrrad gekauft - sehr abenteuerlich auf der linken Seite zu fahren (so wie in den Autos das Lenkrad rechts und nicht links ist, so sind auch am Fahrrad die Bremsen spiegelverkehrt angeordnet).

Eine weitere Anschaffung war eine irische SIM-Karte. Da jedoch die meiste Kommunikation sowieso nur über Whatsapp geht und der Account mit meiner alten Nummer irgendwie immer noch aktiv ist, obwohl ich eine neue SIM-Karte eingelegt habe, ändert sich für euch also nichts und ihr könnt mir wie gewohnt schreiben. 

Was jetzt weiterhin noch ansteht und nach einer Lösung verlangt, ist die Wohnungssituation. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, verschiedene Preislagen, verschiedene Entfernungen, verschiedene Argumente, aber eben noch keine Lösung. Wünscht mir Glück, dass ich bald endgültig ein festes Dach überm Kopf habe. Solange wohne ich bei Lisa - Dublisa eben.